Dr. forest Christoph Hoffmann

Taktung der Regionalzüge bringt Nachteile

Der südbadische Bundestagsabgeordnete Dr. Christoph Hoffmann schreibt an Landesverkehrsminister Winfried Hermann zur verschlechterten Verbindungsqualität der Regionalzüge auf der Strecke Basel-Freiburg, und erklärt:

"Der neue Fahrplan auf der Rheintalbahn bringt Nachteile für die Pendler, aber auch für diejenigen, die Fernstrecke fahren wollen. Wer zum Beispiel von einer kleineren Ortschaft über Freiburg nach Köln fahren will, stand in Freiburg bisher 15 Minuten - jetzt sind es bis zu 45 Minuten. So kann man keine Kunden für den Fernverkehr begeistern. Im alten Fahrplan war das perfekt eingetaktet.

Das Ministerium hat in seiner Planung offensichtlich nicht berücksichtigt, dass Basel und Freiburg die ICE-Anschlüsse sind, die es ohne Verzögerung zu erreichen gilt. Der Vorschlag der SBB, die Ausschreibung - statt in einem Stück bis Offenburg - nur für die Strecke von Basel nach Freiburg auszurichten, um nicht zu viel Verspätung aufzunehmen, macht schon Sinn. Hinzu kommt, dass eine neue Kategorie eingeführt wurde: der Express, der das System durcheinander wirft und eigentlich unnötig ist, wenn man genau auf die ICE-Anschlüsse zufährt. Nicht zuletzt deshalb gab es gegen den Express zahlreiche Widerstände von Kommunen.

In seinem Schreiben fordert der Abgeordnete das Ministerium auf, die Konzeption zu überdenken und den Nahverkehr auf die Anschlusszeiten des ICE auszurichten. "Darüber hinaus brauchen wir einen Halbstundentakt auf der Strecke Basel-Freiburg, und nicht unbedingt einen Express - Damit wäre Allen gedient. Das Argument, dies sei wegen mangelnder Gleiskapazität nicht möglich, kann angesichts des fortschreitenden Ausbaus auf 4 Gleise in Zukunft nicht mehr dienen."

Der Brief im Wortlaut

Sehr geehrter Herr Verkehrsminister,

mich erreichen zahlreiche Beschwerden über die nun schlechtere Verbindungsqualität auf der Strecke Basel-Freiburg.

Ich stelle fest: der neue Fahrplan auf der Rheintalbahn ist schlechter als der alte. Er bringt Nachteile für die Pendler, aber auch für diejenigen, die Fernstrecke fahren wollen. Wer zum Beispiel von einer kleineren Ortschaft über Freiburg nach Köln fahren will, stand in Freiburg bisher 15 Minuten - jetzt sind es bis zu 45 Minuten. So kann man keine Kunden für den Fernverkehr begeistern. Im alten Fahrplan war das perfekt eingetaktet.

Das Ministerium hat in seiner Planung offensichtlich nicht berücksichtigt, dass Basel und Freiburg die ICE-Anschlüsse sind, die es ohne Verzögerung zu erreichen gilt. Der Vorschlag der SBB, die Ausschreibung - statt in einem Stück bis Offenburg - nur für die Strecke von Basel nach Freiburg auszurichten, um nicht zu viel Verspätung aufzunehmen, macht schon Sinn. Das Ministerium hat sich damals beharrlich geweigert - warum auch immer. Hinzu kommt, dass eine neue Kategorie eingeführt wurde: der Express, der das System durcheinander wirft und eigentlich unnötig ist, wenn man genau auf die ICE-Anschlüsse zufährt. Nicht zuletzt deshalb gab es gegen den Express zahlreiche Widerstände von Kommunen.

Ich möchte Sie, sehr geehrter Herr Minister, dringend bitten, die Konzeption zu überdenken und den Nahverkehr auf die Anschlusszeiten des ICE auszurichten. Darüber hinaus brauchen wir einen Halbstundentakt auf der Strecke Basel-Freiburg, und nicht unbedingt einen Express. Damit wäre Allen gedient. Das Argument, dies sei wegen mangelnder Gleiskapazität nicht möglich, kann angesichts des fortschreitenden Ausbaus auf 4 Gleise in Zukunft nicht mehr dienen.

Mit besten Grüßen
Dr. Christoph Hoffmann