Dr. forest Christoph Hoffmann

Klimafrage wird in Entwicklungsländern entschieden

Mehr Wald für den Klimaschutz – weltweit!

Rezo hat Recht, wenn er die Zerstörung der CDU und SPD fordert. Es ist genug mit dem unpräzisen Regierungsgeblubber zu Themen, die den Menschen unter den Nägeln brennen. Das jahrelange Nichtstun, das jahrelange Wegschauen bei Europa, Kriminalität, Rechtsextremismus, Migration und Klimaschutz bringt die ganze Gesellschaft in gefährliches Fahrwasser.

Beim Klimaschutz brauchen wir konkrete, wirksame Maßnahmen. Die Fridays For Future-Bewegung liegt richtig, wenn sie Taten statt Worte fordert. Dabei müssen wir auf zwei Säulen setzen: Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen einerseits und Minderung des bereits in die Atmosphäre gelangten CO2 andererseits. Deutsche Alleingänge beim Klimaschutz können nicht zum Erfolg führen. Die globale Klimafrage wird vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern entschieden. Europäische Klimaschutzinstrumente müssen fortentwickelt und entwicklungspolitische Klimaschutzmaßnahmen nachhaltig gestärkt werden. Wir fordern daher folgende konkrete Sofortmaßnahmen zum Klimaschutz:

  1. Wälder aufforsten, Bürokratie abschaffen: Weltweit stehen mindestens 300 Millionen Hektar Flächen für Aufforstungen zur Verfügung. Wir müssen daher einen vereinfachten REDD+-Mechanismus zur Finanzierung von weltweiten Aufforstungen einführen
  2. Menschen ertüchtigen, CO2 binden: Unkomplizierte Förderung von Aufforstungen durch Waldbauern und dörfliche Gemeinschaften in Entwicklungsländern. Schaffung eines multilateralen Fonds, dessen Mittel direkt via Smartphone an die Menschen ausgezahlt werden
  3. Erhalt der Regenwälder garantieren: Ächtung der Waldvernichtung völkerrechtlich fixieren – dafür muss sich die Bundesregierung sofort bei den Vereinten Nationen einsetzen
  4. Klimafreundliche Industrialisierung ermöglichen: Schaffung einer Kapital- und Projektinitiative zur Installation Regenerativer Energien in Entwicklungs- und Schwellenländern