Cover Pressemitteilung Dr. Christoph Hoffmann MdB

Vorbeugung gegen Afrikanische Schweinepest dringend notwendig

Das Gebot der Stunde zur Vorbeugung gegen die Afrikanische Schweinepest für die politisch Verantwortlichen: Schonzeiten zeitweise außer Kraft setzen und schnellstens Maßnahmen zur Seuchenprävention einsetzen!

Im Rahmen eines Ortstermins am beim Schweinezuchtbetrieb Fröhlin in Buggingen wurde das Thema Schutz der landwirtschaftlichen Betriebe mit Schweinehaltung gegen die Einschleppung der afrikanischen Schweinepest durch Maßnahmen der Hygiene und verstärkte Schwarzwildbejagung besprochen. Neben mir waren der Betriebsleiter Michael Fröhlin und der zuständige Kreisjägermeister Georg Ade anwesend.

Herr Fröhlin stellte klar: „Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland hätte katastrophale Folgen für die 24.000 Betriebe mit Schweinehaltung.“ Es drohen riesige Schäden für die Landwirtschaft und für viele Landwirte wie Michael Fröhlin geht es um ihre Existenz.

Auch Werner Räpple, Präsident des badischen Bauernverbands, spricht von „einer Riesenangst“, die sich unter den Landwirten ausbreite. Sollte die Viruserkrankung erst einmal bei uns ankommen, würde sie massive Notschlachtungen und unüberschaubare Verluste unter den Schweinezüchtern verursachen.

Herr Ade, Kreisjägermeister in Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, fordert Erleichterungen für eine verstärkte Bejagung des Schwarzwilds. „Die Schonzeit und weitere Einschränkungen für die Jäger müssen endlich aufgehoben werden, da sich der Wildschweinbestand sonst nicht reduzieren lässt.“

Nach meiner Auffassung lässt sich die Einschleppung nur durch intensive Maßnahmen der Aufklärung, Prävention und Bejagung des Schwarzwilds verhindern.

Präventionsmaßnahmen umfassen wildsichere Müllbehälter an allen Autobahnen, Bundes- und Landstraßen und Rastplätzen, die regelmäßig geleert werden. Sie betreffen auch Reisende, Erwerbstätige und LKW-Fahrer, die aus mit der Schweinepest befallenen Ländern Osteuropas kommen, keine Wurst- und Fleischwaren nach Deutschland mitzubringen. Experten sehen in solchen Lebensmitteln ein großes Risiko für die Einschleppung des Virus.

Als Forstmann und Jäger kann ich nur bekräftigen, dass alle Gängelungen, die einen effizienten Jagdbetrieb verhindern, nun aufgehoben werden müssen. Angesichts der massiv drohenden Schäden durch die afrikanische Schweinepest muss eine intensive Bejagung des Schwarzwilds gewährleistet sein. Landwirtschaftsminister Schmidt muss nun aktiv werden und die Länder auffordern, die Schonzeiten für Wildschweine sofort aufzuheben.

Umso wichtiger ist es jetzt, Jagdmethoden zuzulassen, die eine maximale Reduktion der Schwarzwildbestände garantieren. Dazu gehört die Abschaffung der starren Jagdruhe nach § 41 Abs. 2 JWMG. Naheliegend wäre auch eine zeitweise befristete Zulässigkeit von Nachtsichtgeräten bei der Jagd auf Schwarzwild.

Die Fraktion der FDP im Stuttgarter Landtag setzt sich schon lange dafür ein, der starken Vermehrung des Schwarzwilds Einhalt zu gebieten. Herr Dr. Bullinger, Mitglied des Landtags und Sprecher der FDP-Fraktion für den ländlichen Raum: „Bereits vor vier Jahren haben wir eine Anfrage im baden-württembergischen Landtag zu den Vorkehrungen gegen die Verbreitung der ASP eingebracht. Bis heute ist es der Landesregierung jedoch nicht gelungen, gesetzliche Regelungen zu erlassen, die geeignet sind, die Bejagung von Schwarzwild der aktuellen Bedrohungslage anzupassen.

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