Cover Pressemitteilung Dr. Christoph Hoffmann MdB

Minderjährig oder nicht?

Ein angeblich 15jähriger afghanischer Flüchtling hat in Kandel seine Ex-Freundin erstochen. Der Vater des Mädchens hat Zweifel am Alter des Mörders. Der mutmaßliche Mörder von Maria L., Hussein K., hatte in Freiburg die Behörden hinsichtlich seines Alters belogen, um bessere Asylleistungen zu bekommen.

Zu Recht kritisiert der Lörracher CDU-Politiker Armin Schuster die bisher unzureichenden Methoden der Behörden, das Alter der unbegleiteten minderjährigen Asylbewerber(UMA) festzustellen. MdB Schuster, der in seiner Fraktion als Experte für Innere Sicherheit gilt, konnte sich bedauerlicherweise bisher in der CDU mit seinen Ansichten nicht durchsetzen.

In Schweden wurde das Alter der angeblich Minderjährigen in Zweifelsfällen systematisch geprüft mit dem Ergebnis, dass mindestens 80% falsche Angaben machten. Ich frage mich, warum Deutschland hier nicht aktiv wird und fordere die Bundesregierung auf, umgehend den Behörden eine belastbare Methode zur Identitäts- und Altersbestimmung zur Verfügung zu stellen.

Das Problem ist in den Kommunen schon seit Jahren bekannt. Sie hatten zunächst versucht, das Alter der UMA schematisch zu prüfen, weil sie offensichtlich belogen wurden. Diese Praxis wurde nach Hinweisen auf geltendes Recht dann eingestellt.

Das Alter der UMA ist aber von hoher Bedeutung für das Strafrecht und vor allem im Sozialrecht. Ein 24 Stunden betreuter Unterbringungsplatz für einen unbegleiteten Minderjährigen kostet die Kommunen zwischen 5.000 und 8.000 € im Monat, das Vielfache einer normalen Flüchtlingsunterbringung. Ich kann verstehen, dass die Kommunen diese Kosten vermeiden wollen, wenn die Asylbewerber volljährig sind.

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Dr. Christoph Hoffmann MdB
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