Ferien ohne Handy

FDP-Kreistagsfraktion besucht Dieter-Kaltenbach-Stiftung.

Kreis Lörrach. Auch zum Ende der Schulferien ist das Ferienprogramm der Dieter-Kaltenbach-Stiftung in Lörrach-Stetten noch voll im Gange. Einer Einladung der Stiftungs-Vorsitzenden Beatrice Kaltenbach-Holzmann folgend besuchte kürzlich die FDP-Kreistagsfraktion das Zentrum für Spielen und Gestalten.

Die spielerischen und künstlerischen Aktivitäten der Kinder war beeindruckend. Eine magische Anziehungskraft übte eine große Sandlandschaft mit einer handbetriebenen Wasserpumpe aus. So richtig im Sand wühlen und in der Matsche versinken – ein Erlebnis, das nur die wenigsten Kinder daheim erleben dürften. Kreisrat Christoph Hoffmann, er kandidiert für die FDP für den kommenden Bundestag, zeigte sich begeistert. „Genau das ist es, was unserer Jugend fehlt. Sichere Freiräume, um sich auszuprobieren“, freute sich der hauptamtliche Bürgermeister von Bad Bellingen.

„Dürfen die Kinder hier auch ihr Handy mitbringen?“, wollte Kreisrat Wolfgang Roth-Greiner wissen. „Hier herrscht striktes Handyverbot. Die Kinder wissen und akzeptieren das“. Beatrice Kaltenbach-Holzmann betonte, dass es ja gerade darum ginge, dass die Kinder sich kreativ beschäftigen und entfalteten. Von einem breiten Angebot an kreativen Beschäftigten konnten sich die FDP-Kreisräte während eines Rundgangs überzeugen. Töpferkurs, Malkurs, arbeiten mit Speckstein oder ein Zauberkurs. Alle Kinder waren mit Feuereifer bei der Sache. In diesem Jahr hat eine Theatergruppe ausschließlich in englischer Sprache stattgefunden. Eine gute Methode, die Sprache besser zu beherrschen.

In einem anschließenden Gespräch wurde auf die 52jährige Geschichte der Kaltenbach-Stiftung zurückgeschaut. „Unsere Aktivitäten waren immer eine Antwort auf gesellschaftliche Entwicklungen“, meinte Kaltenbach-Holzmann. Im Laufe der Jahre hat sich eine enge Kooperation mit der Volkshochschule (VHS) herausgebildet. Bundestagskandidat Christoph Hoffmann erkundigte sich nach der Finanzierung der unzähligen Aktivitäten der Stiftung. „Jeder Bereich wie Kindergarten, Kinderbetreuung, Jugendtreff oder Schulsozialarbeit muss sich selber finanzieren und tragen“, lautete die Antwort von Stiftungs-Geschäftsführer Bernd Schandera. Die Stiftung handele dabei im Auftrag von Kommunen, dem Landkreis oder dem Land Baden-Württemberg. Aktivitäten finden in den Gemeinden Lörrach, Weil am Rhein, Rheinfelden, Grenzach, Kandern und Steinen statt.

Der Stiftungsvorstand arbeite ehrenamtlich. Die derzeit rund 100 Mitarbeiter – alles Fachkräfte – müssten aber bezahlt werden. „Und wir müssen ordentliche Gehälter zahlen, sonst bekommen wir keine guten Fachkräfte“, fügte Beatrice Kaltenbach-Holzmann an. Eine weitere Frage von Hoffmann betraf eine überbordende Bürokratie. Als Bürgermeister von Bad Bellingen könne er selber ein Lied davon singen. Nach Auskunft von Bernd Schandera sei dies für die Stiftung kein großes Problem. Man pflege einen möglichst kurzen Kontakt zu den amtlichen Stellen und das funktioniere gut.

Kreisrat Wolfgang Roth-Greiner zollte zum Abschluss ein großes Lob. „52 Jahre eine solche Stiftung mit Leben zu erfüllen und fortzuführen ist eine riesige Leistung“.

Christoph Hoffmann, Franz Kiefer, Beatrice Kaltenbach-Holzmann und Wolfgang Roth-Greiner (v. links) auf dem Rundgang durch die Kaltenbach-Stiftung