Christoph Hoffmann: Er fährt gerne im Ballon über den Blauen

Bundestagskandidaten aus dem Wahlkreis Lörrach-Müllheim stehen der BZ Rede und Antwort. Christoph Hoffmann tritt für die FDP an. Wie ist er zur Politik gekommen?

Christoph Hoffmann (59) ist der Bundestagskandidat der FDP. Der Diplomforstwirt ist seit 2007 Bürgermeister in Bad Bellingen und seit 2014 auch Mitglied im Lörracher Kreistag. Er sieht sich in der Tradition eines klassisch liberalen Denken und plädiert für weniger Staat und mehr Eigenverantwortung.

Politik begeistert mich, weil man …
was bewegen kann, wenn man sich engagiert und das unsere Zukunft bedeutet.

Politisiert haben mich …
früher Umweltprobleme, jetzt die überbordende Bürokratie und die Flüchtlingskrise.

Es ist ein Vorurteil, dass Politiker…
alle nicht halten, was sie versprechen. Da habe ich andere Ansprüche.

In den Bundestag will ich, um…
mit zu gestalten, dass kommende Generationen ein Leben in Europa in Frieden und Freiheit in einer Bürger- und nicht Staatsgesellschaft, in einer sozialen, ökologischen Marktwirtschaft leben können.

Wenn es nicht klappt, dann …
dann geht’s Leben weiter, ich habe noch viele Ideen und Pläne, keine Angst!

Nennen Sie einen Grund, warum Wähler Sie wählen sollten …
Ich bin ein erfahrener Praktiker von der Basis mit gesundem Menschenverstand und habe bewiesen, dass ich was planvoll bewegen kann.

Die Bezahlung von Bundestagsabgeordneten halte ich für …
für nicht so bedeutend, ich kenne die ehrlich gesagt bisher auch nicht genau, mir geht’s um Inhalte.

Mein wichtigstes Utensil im Wahlkampf ist…
ist die Unterstützung meiner Familie und natürlich die vielen Unterstützer.

Besonders gut an mir gefällt mir …
die Liebe zum Markgräflerland und seinen liberalen, schaffenden und oft feiernden Menschen.

Frustrierend finde ich, wie …
Vereine, kleine Betriebe und kleine Kommunen immer mehr durch Regelwut eingeschränkt werden, Eigenverantwortung immer mehr ein Fremdwort wird und Verantwortungslosigkeit um sich greift.

Mein Lieblingsort im Wahlkreis ist …
in einem Ballon schwebend über dem Blauen bei guter Aussicht mit Blick auf einen glitzernden Rhein von Grenzach bis Hartheim, Wälder vom Münstertal über Kandern nach Gersbach und Reben von Staufen bis Haltingen.

Ein Freund darf mich kritisieren, weil man …
nur so lernen kann und lernfähig bleibt.

Mit einer Million Euro würde ich …
einen Großteil in eine Stiftung für Vereine und soziale Projekte spenden und eine Organisation für Trainingscamps für vernachlässigte Kinder aufbauen. Und wenn was übrig ist, ein wenig um die Welt bummeln und vor allem weiter arbeiten.

Wenn ich noch einmal 20 Jahre alt wäre, würde ich …
dasselbe tun, was ich getan habe: eine solide Ausbildung als Förster absolvieren, die Welt kennen lernen, Familie gründen, Kinder haben, ein Haus bauen.

Die für mich wichtigste Erkenntnis des vergangenen Jahres war, dass…
durch den Fall Anis Amri klar wurde, wie schlecht unser Staat bei der inneren Sicherheit organisiert ist und niemand aus den Regierungen Verantwortung für die Missstände übernimmt.

Ich starte in den Tag …
mit einer Tasse Kaffee, Früchtemüsli, der Zeitung und ein bisschen Sport.

Entspannen kann ich am besten …
beim Joggen und Radfahren.

Ich will im Leben unbedingt noch…
einmal ein paar alemannische Begriffe im Bundestag fallen lassen, so ähnlich wie Christian Streich Alemannisch in der Sportschau hoffähig gemacht hat.

Wenn ich mit einem Mitbewerber um das Direktmandat essen gehen muss, dann …
freu’ ich mich drauf, aber erst nach der Bundestagswahl. Vorher ist keine Zeit.

Am Morgen des 24. September werde ich mit …
der Familie lange frühstücken, wählen gehen, dann den “Gummibär”, einen Minitriathlon der Genussläufer, absolvieren und abends feiern, egal wie es ausgeht.

Quelle: Badische Zeitung vom 16.08.2017