Für die Belange des Markgräflerlands

uggen. Auf Einladung des Bürgerbündnisses Bahn Markgräflerland (BBM) informierte sich Bad Bellingens Bürgermeister Christoph Hoffmann im Auggener Basislager über die Aktivitäten der Bürgerinitiative, wie im Nachgang berichtet wird.

Die FDP unterstütze grundsätzlich BBM und IG BOHR, die Gemeinde Auggen und die Stadt Müllheim in ihrer Forderung, die neue Antragstrasse im Markgräflerland zu optimieren: Die oKF 6 ist gefordert (Bündelung der Trassen dicht vor dem Katzenbergtunnel). Man war sich einig, dass diese optimierte Lösung bei Verzicht auf ICE-Tempo 250 Stunden- kilometern und Fortführung der Tieflage südlich von Buggingen neben einem wesentlich verminderten Energieverbrauch zusätzlich entscheidende Vorteile hat, hieß es.

Nicht erforderliche Überholgleise würden deutlich den Flächenverbrauch reduzieren – zum Vorteil für die Landwirtschaft, außerdem werde das lokale Kleinklima nicht durch eine acht Meter hohe Schall-Einhausung gestört. Dadurch vermehrt erzeugte Kaltluftseen würden zu vermeidbaren Frostschäden im Wein- und Obstbau führen. Außerdem hieß es, die Schallschutzwände (höher als Gefängnismauern) stören die Erholungslandschaft und schaden dem Tourismus. Die nachweislich optimierte Güterzug-Kapazität durch den Katzenbergtunnel sei zudem von entscheidender Bedeutung für die Ruhe und Sicherheit in den Gemeinden Bad Bellingen und Efringen.

Eine abgesenkte Gütertrasse minimiere erheblich das Gefahrgutunfallrisiko. Die aktuelle Planung blockiere politisch gewünschte kürzere Taktfrequenzen des Personenverkehrs und den zunehmenden Güterverkehr. Damit wrden Zukunftschancen eingefroren.

Bemängelt wurde, dass für das Projekt keine wirtschaftliche Betrachtung künftiger Betriebs- und Anliegerkosten erfolgte wie Unterhalt der Lärmschutzgiganten, Energieverbrauch oder Einkommensverluste der Land- und Fremdenverkehrswirtschaft.

Hoffmann zeigte sich beeindruckt von den Zahlen und versprach, sich für die Belange des Markgräflerlands und der Tieferlegung der Gleise 3 und 4 einzusetzen. Man war sich einig, dass sowohl das Land als auch der Bund noch einmal darüber nachdenken müssten, ob die Planung mit Lärmschutzwänden durchs Markgräflerland wirklich unumkehrbar ist.

Quelle: Weiler Zeitung vom 05.07.2017