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Podiumsdiskussion an Rudolf-Eberle-Schule: Schüler fühlen Bundestagskandidaten auf den Zahn

Schüler der Rudolf-Eberle-Schule haben eine Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl organisiert. Sechs Bundestagskandidaten aus den Wahlkreisen Waldshut und Lörrach-Mühlheim stellten sich den kritischen Fragen der Schüler. Welche Themen den Schülern auf den Nägeln brannten, erfahren Sie hier.

Der 8. Mai – ein geschichtsträchtiger Tag. Am 8. Mai 1945 kapitulierte das Deutsche Reich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, am 8. Mai 1949 wurde das Grundgesetz verabschiedet. Die nächste Bundestagswahl steht vor der Tür, viele junge Menschen ab 18 Jahren werden ihr Wahlrecht wahrnehmen. Anlass genug für die Rudolf-Eberle-Schule in Bad Säckingen, zu einer Podiumsdiskussion aufzurufen und die nominierten Bundestagskandidaten der einzelnen Parteien einzuladen. Im Zuge ihrer GFS-Arbeit (Gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen) hatten sich die Schülerinnen Eva-Maria Herbstreit und Annalena Käser um die Organisation und den Ablauf der Podiumsdiskussion gekümmert, in Absprache mit ihrem Geschichts- und Gemeinschaftskundelehrer Franz Stortz und der Schule. Am Montagmorgen stellten sich sechs Politiker den Fragen der rund 300 anwesenden Schüler.

Zur Podiumsdiskussion angetreten waren der CDU-Landtagsabgeordneter und Bundestagskandidat Felix Schreiner, Kreisvorsitzender der CDU im Landkreis Waldshut, die SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerin, Martina Böswald (Bundestagskandidatin der AfD), Lothar Schuchmann (Bundestagskandidat der Linken), Ulrich Martin Drescher (Bundestagskandidat der Grünen), und Christoph Hoffmann (Bundestagskandidat für die FDP im Wahlkreis Lörrach-Mühlheim sowie Bürgermeister Bad Bellingen).

An den Kaufmännischen Schulen leben die Schüler ein Miteinander, das von Toleranz und gegenseitigem Respekt vor anderen Kulturen geprägt ist, Freundschaften haben sich gebildet nicht nur innerhalb der eigenen Religion und Kultur. Daher fühlten die Schüler besonders der AfD-Politikerin Martina Böswald gehörig und nicht gerade zimperlich auf den Zahn. Die selbstständige Rechtsanwältin aus Staufen geriet immer wieder ins Kreuzfeuer bezüglich ihrer Äußerungen über den Islam und Muslime. „Diese Art von Gehässigkeit und Menschenfeindlichkeit wird sich nicht durchsetzen“, sagte Lothar Schuchmann (Die Linke). Die Schüler kritisierten, dass sie dem Islam den Status als Religion abspreche und Flüchtlinge eine Belastung für den Sozialstaat nenne. Sie sei „nicht richtig zitiert worden“, rechtfertigte Böswald den Medienbericht. Und den Schülern gegenüber setzte sie noch eins drauf, beim Thema Staatsrecht: „Wenn es Ihnen zu hoch ist, müssen Sie es sagen.“ Das schien nicht gerade die richtige Taktik bei Schülern der Oberstufen und die gaben daraufhin auch richtig Gas.

Die Politiker gaben einen Abriss ihres Lebenslaufes und erklärten, wofür sie als Kandidaten ihrer Partei für die Bundestagswahl stehen. So will sich Felix Schreiner (CDU) unter anderem für die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke stark machen und die Digitalisierung, um auch den letzten Hof im Hotzenwald mit Internet zu versehen. „Es geht darum, als Region nicht abgehängt zu werden.“

Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) aus Lauchringen liegt die Nachhaltigkeit am Herzen, unter anderem Umwelt und Ökologie, während Lothar Schuchmann (Die Linke) aus Freiburg, Kinderarzt im Ruhestand, sich für Bildung und Erziehungschancen für Kinder, besonders auf dem Land, starkmachen will, kein Kind/Jugendlicher solle ohne Schulabschluss sein. Ulrich Martin Drescher (Grüne) aus Kirchzartens Credo ist „die Freiheit und Selbstbestimmung für jeden Menschen“.Christoph Hoffmann und die FDP wollen eine „Bürgergesellschaft, weniger Staat und Regeln“, aber Datenschutz und Erhaltung des Bargeldes. Auch sie wollen die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke vorantreiben. Der Schwerpunkt von Martina Böswald (AfD) liegt auf der Familienpolitik und den Rentnern.

Im Anschluss stellten die Schüler die Fragen, die ihnen auf den Nägeln brannten, beispielsweise zu Asylrecht, Integration, Soziales und Jugend sowie Grundeinkommen. Martina Böswald ist sich sicher: „Das Grundeinkommen wird kommen.“ Christoph Hoffmann sagte: „Die FDP will eine Senkung der Steuern für den normalen Bürger.“ Ulrich Martin Drescher ist für ein Grundeinkommen, dass Menschen nicht mehr als Bittsteller auftreten müssen. „Wir müssen bis 70 arbeiten, das ist die Wahrheit“, so Felix Schreiner. Und: „Der, der morgens aufsteht und zur Arbeit geht, muss einfach mehr verdienen. Wir müssen gesellschaftlich über das Lohnniveau sprechen.“

Auch Lothar Schuchmann plädiert für ein Grundeinkommen: „So hoch, dass man davon leben kann und die Menschen eine Basis haben.“ Das Grundeinkommen möchte er differenziert haben: „Wer viel arbeitet, soll auch viel bekommen.“ Rita Schwarzelühr-Sutter: „Wir haben die Grundsicherung, die bisher von den Kommunen mitgetragen wurde, vom Bund übernommen.“ Man dürfe nicht so tun, als ob die Politik bisher untätig gewesen sei. Zudem beklagte Rita Schwarzelühr-Sutter, dass mitunter Kapitaleinkommen höher seien als Erwerbseinkommen.

Marion Rank

Quelle: Südkurier vom 08.05.2017


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