Heimliche Weltmarktfürer im Markgräflerland

MdL Dr. Hans Ulrich Rülke und FDP-Bundestagskandidat Dr. Christoph Hoffmann bei Auma und Neoperl in Müllheim

Müllheim/Markgräflerland
Im Rahmen seiner Betriebsbesichtigungen zusammen mit Landtagsabgeordneten besuchten FDP-Bundestagskandidat Dr. Christoph Hoffmann und MDL Dr. Hans-Jürgen Rülke zunächst die Firma AUMA (Armaturen- Und Maschinen-Antriebe). Sie wurden von den Geschäftsführern Dr. Jörg Hoffmann und Henrik Newerla empfangen und durch das Werk geführt.

Auma baut und vertreibt mit 2350 Mitarbeitern an 30 Standorten weltweit elektrische Stellantriebe und Armaturengetriebe für Kraftwerke, Entsalzungsanlagen und Schiffe. 90% der Produkte gehen ins Ausland. Entwicklung und Wertschöpfung finden in Müllheim statt.

Ein Beispiel für die technologische Überlegenheit der AUMA-Antriebe ist das derzeit effizienteste Gaskraftwerk der Welt in Bouchain in Frankreich. Dort wurde die Armaturenautomatisierung durch elektrische Stellantriebe von AUMA realisiert. Das neue Gas- und Dampfturbinen (GuD) Kraftwerk des Betreibers EDF hält mit einer Effizienz von 62,22% den derzeitigen Weltrekord im Guinness-Buch der Rekorde.

Für die zukünftige europäische Energieversorgung dringt AUMA auf ein länderübergreifendes Strom- und Glasfasernetz. Die Industrie 4.0 brauche eine funktionierende Infrastruktur. Im Übrigen sagte Geschäftsführer Newerla, man habe die Erfahrung gemacht, dass die Produktion der hochspezialisierten Stellantriebe mit ihren extremen Anforderungen an Präzision sich in Müllheim kostengünstiger realisieren lassen als zum Beispiel in China.

 

Die Wasserstrahlregler

Zweite Station des Industriebesuches war die Neoperl in Müllheim. Geschäftsführer Fabian Wildfang informierte die Gäste über die Produktpalette der Firma: „Innovative Erzeugnisse rund um das Thema Trinkwasser.“ Neoperl-Produkte formen den Wasserstrahl, regeln die Durchflussmenge und schützen das Wasser vor Verunreinigungen.

Jeder hat sie schon in der Hand gehabt, die Wasserstrahlregler von Neoperl. Sie sorgen dafür, dass man beim Händewaschen oder Duschen nicht zuviel Wasser verbraucht. Hersteller der wirkungsvollen Komponenten ist Neoperl in Müllheim, Teil der gleichnamigen Firmengruppe, mit 1.700 Mitarbeitern in 17 Ländern. Fabian Wildfang: „Als globaler Marktführer beliefern wir die bedeutendsten Armaturenhersteller sowie Industriekunden und den Handel weltweit.“
 
Neoperl hält global über 1000 Patente. Ein Patentschutz in China ist alleine aber nicht immer erfolgreich, Kundennähe gehört mit dazu, erfuhren die Gäste, zu denen auch Helene Heering und Johannes Klatt vom FDP-Stadtverband Bad Krozingen gehörten. Die Fertigung in Müllheim sei derzeit voll ausgelastet. 120 Zeitarbeitskräfte werden aktuell gebraucht, um Auftragsspitzen, sowie Lücken durch Urlaub und Krankheit zu überbrücken. Gearbeitet werde in vielen Bereichen im 3-Schichtbetrieb. Es sei generell herausfordernd, Fachkräfte zu finden, so Wildfang. Deshalb sorge man für die Belegschaft und achte darauf, sie gesund zu erhalten.

Hoffmann und Rülke zogen eine positive Bilanz der Industriebesuche. „Wir haben herausragende mittelständische Betriebe gesehen, von Unternehmerfamilien geführt, die sich persönlich um ihre Mitarbeiter kümmern und die aufgrund ihrer innovativen Überlegenheit Weltmarktführer in ihren Branchen sind, so das Fazit.

Foto: Johannes Klatt

Foto: Johannes Klatt

Foto: Johannes Klatt

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